Kurzinfo, Trekking
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Videoempfehlung: Trekking im Elbsandsteingebirge mit Kai Sackmann

Seit längerer Zeit schon verfolge ich die Tourenvideos von Kai Sackmann auf Youtube, in denen er seinen Zuschauern mit abwechslungsreichen Kameraeinstellungen und etlichen Tipps und Kommentaren interessante und oft wunderschöne Orte der Natur Deutschlands zeigt.

„Wann besucht er endlich die Sächsische Schweiz?“, fragte ich mich oft – und habe mich daher heute besonders gefreut, dass ihn seine letzte Tour nun tatsächlich einmal in meine alte Heimat gebracht hat. Man mag seine Art oder nicht; meiner Meinung nach gelingt es ihm, seine Zuschauer beinahe hautnah mitzunehmen und sie an seinen Eindrücken teilhaben zu lassen. Er war als „Tourist“ in der Sächsischen Schweiz und sah mit anderen Augen auf die mir vertraute Landschaft. Sie fasziniert und berührt aber eben auch ihre fremden Besucher mit ihrer einzigartiger Natur.

So war ich beim Ansehen der beiden ersten Teile soeben „mal kurz daheim“ und habe die besuchten Orte mit Heimweh wiedererkannt.

Die heimatliche Landschaft prägt den Menschen und formt seinen Charakter als ihr Abbild. Die in den Videos gezeigte wahrhaft märchenhafte Fels- und Waldlandschaft mit ihren labyrinth-artigen, kühlen Schluchten und verwunschenen Tälern hat mich nicht nur beeinflusst; nein, ich wage zu behaupten, ein Teil davon zu sein. Der heimatverwurzelte Mensch ist nicht blosser Fremdkörper in einer rauhen Außenwelt, einer gar feindlichen Natur; nein, er ist ein weiterer Ausdruck dessen, was dieser spezielle Ort – ist.

Als kleiner Junge spielte ich im schwarz-grauen Sand unter diesen mächtigen Felsen, beobachtete die kleinen Sandlöwen, die in ihren Trichterfallen auf hinabstürzende Ameisen warten; turnte zwischen Felsblöcken und unterhöhlten Kiefernwurzeln und kletterte auch – mit straffem Seil meines Vaters – auf manchen kleinen Gipfel.

Wir saßen am Feuer und schliefen unter Felsvorsprüngen; ich unternahm auch Nachtwanderungen und traf mich in dunkelster Stunde mit einem guten Freund unter klarem Sternenhimmel auf solchen Bergplateaus. Im Knistern der Flammen wurden so manche „Männergespräche“ geführt. Und immer war mir bewusst, dass meine Heimat etwas ganz Besonderes ist: die einzeln aus dem Meer der Bäume hinausragenden, teils zerklüfteten Felsmonumente waren – und sind es mir noch heute – wie Festungen in einer realen aber irgendwie entrückten Märchenwelt, in die ich eintauche wie beim Fall in den Brunnen im Märchen der Frau Holle. Fahre ich heim, so entschwinde ich wieder zurück in eine Welt, die irgendwo versteckt parallel existiert und – zeitlos überdauert. Diese Orte, manche gar wie natürliche Schreine oder Kultstätten in der Phantasie, sind mir wie Heiligtümer. Gehe ich durch diese Wälder, streife durch Farne, wandere auf sandigen Promenaden  in der Höhe – dann erkenne ich diese Welt dort als ein Kunstwerk und entdecke in jedem Winkel Ausprägungen vollkommener Schönheit. Viele Pfade kenne ich, und doch birgt die Heimat noch zahllose unentdeckte Winkel und wird niemals langweilig. Nur dort kann ich sein, nur da vermag ich zu sehen, was bedeutsam und von Dauer ist. Noch immer erfüllt mich da dieses naive, aber auf eine wohl ganz natürliche Weise wahrhafte Gefühl, dass dies mein Reich ist; so wie ich es schon als Kind empfunden hatte. Rückzugsort und Heimat war immer der Wald und die Felsen. Dort wo ich nun lebe, existiert dies nicht für mich; alles bleibt fremd und ich bin es auch.

Aber nun zu dem empfohlenen Video auf dem Kanal von Kai Sackmann:

Teil 1:

 

Teil 2:

 

Teil 3:

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