Gedanken, Natur und Leben
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Gedanken zum Sinn unseres Daseins

»Der Sinn des Menschen besteht in seinem Zweck als Fortpflanzungsorgan des universellen, metaphysischen Ideenpotenzials des Alls.«

 


 

Erläuterung:

  • Man definiere, was Leben ist: Etwas lebt, wenn es
    • in irgendeiner Form bewegt ist (als Ganzes oder in seinen kleinsten Teilen) und (nicht oder!):
    • den Trieb hat, sich fortzupflanzen.
  • Alles, was materiell existiert, ist Ausdruck einer „Idee“ oder anders formuliert: Alles was ist, ist eine Form der Erscheinung von Etwas, das existiert. Es wirkt „hindurch“.
  • Es gibt ein Potenzial für alles, was noch sein könnte; und dieses Potenzial sucht sich verschiedene Wege zu mannigfaltigen Formen. Ein quantenphysisches „Ideenpotenzial“.
  • Lebewesen wirken dabei wie ein Leiter, da sie zu größerer Entfaltung fähig sind als unbelebte Dinge.
  • Komplexere Lebewesen sind aus einfacheren entstanden, haben sie aber nicht verdrängt. Nur einige wenige Individuen wandelten sich zu einer neuen Form, die bei erfolgreichem Überleben erneut wandelfähige Wesen hervorbrachte, welche aber ohne ihre ursprünglicheren Formen nicht lebensfähig wären (mehrzellige Wesen bestehen aus vielen Einzellern).
  • Diese Entwicklung (Evolution) drängt sich – bzw. ist das Erscheinungsbild eines Dranges – zu komplexeren Formen bis hin zu einem Bewusstsein.
  • Der Mensch ist das Tier mit dem am höchsten entwickelten Bewusstsein; er ist aufgrund seiner Anatomie imstande, die materielle Welt nicht nur zu betrachten, sondern sie zu fühlen, zu erkennen und wichtig: sie mittels Kreativität und Schöpfungskraft zu abstrahieren.
  • Alle Lebewesen haben einen angeborenen, über all ihren Kräften und Willen stehenden Trieb zur Fortpflanzung.
  • Da alle Lebewesen, wie bereits festgestellt, Ausdruck des Ideenpotenzials sind, ist also dieser Fortpflanzungstrieb ein Drängen des Ursprungs – der „Idee“.
  • Das Ideenpotenzial drängt sich über die Evolution von Lebewesen zu einer lebensfähigen Form von Bewusstsein, damit es sich selbst als materielle Form erkennen kann.
  • Kreativität und Schöpfungskraft als Ergebnisse eines hochentwickelten Lebewesens mit entsprechender Denkleistung, bieten Möglichkeiten der raschen Wirkung und Entfaltung von „Ideen“. Das Lebewesen wird selbst zum Ideenpotenzial und ist damit eine weitere Entität des Potenzials – sein Nachkomme.

Das Bewusstsein erwacht an einem Punkt der Evolution wie in einem luziden Traum und beginnt damit, seine Umgebung als Abbild seiner selbst zu erkennen – und zu beeinflussen. Materie ist der Traum; das luzide Erwachen darin ist Geburt und Vervielfältigung zugleich. Der Traum ist Idee; der luzid erwachte Träumende ist nicht mehr nur Teil der Idee; er empfindet sich als losgelöst, so wie sich der Mensch im Wachzustand vom Strom der Natur, des Alls losgelöst fühlt. Im Gegensatz zu Tieren, die im Strom des Daseins schwimmen, nicht aber zum ausbrechen oder abstrahieren imstande sind. Mit Sicherheit ist auch der Mensch keine endgültige Form, die es ohnehin nie geben wird, sondern ein weiterer Übergang. Und aus diesem Grunde sind gerade wir Europäer mit unserer Schöpfungs- und Ideenkraft von besonderer Wichtigkeit im kosmischen Gefüge.

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